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Zur Abstammung
des Pan gibt es mehrere mythologische Versionen.
Nach der bekanntesten war Pan ein Sohn des
Hermes und der Eichennymphe Dryops. Als seine
Mutter nach der Geburt feststellte, dass ihr
Sohn Ziegenfüße, -hörner und
einen Bart hatte, war sie so erschrocken,
dass sie ihn aussetzte. Er wurde von Hermes
in den Olymp gebracht. Nach anderen Quellen
war Pan ein Sohn des Zeus und der Kallisto
bzw. des Zeus und der Nymphe Hybris. Nach
einer weiteren Erzählung ist Pan ein
Sohn des Kronos und der Amaltheia, also ein
Halbbruder des Zeus. Die Amaltheia war zugleich
die Amme des Zeus. Die Legende der Panflöte:
Pan verfolgte liebestrunken die Nymphe Syrinx,
welche aber vor ihm floh. Ihre Flucht endete
jäh am Fluss Ladon, wo sie sich plötzlich
in ein Schilfrohr verwandelte, das Pan daraufhin
umarmte. Als nun der Wind in das Rohr blies
kamen klagende Töne hervor. Pan wollte
die Klänge nicht verlieren, also brach
er aus dem Schilfrohr sieben Teile, eines
immer etwas kürzer als das vorherige,
und band sie zusammen. So erfand er die Hirtenflöte
und benannte sie nach der Verwandelten. In
Ovids Metamorphosen wird die Geschichte vom
musikalischen Wettstreit zwischen Pan und
Apollon berichtet. Richter war der Berggott
Tmolos. Dieser erklärte Apollon zum Sieger,
die Leier stehe über der Flöte.
König Midas, der das Spiel des Pan zufällig
hört, ist mit dem Urteil nicht einverstanden.
Apollon ist deshalb gekränkt, weshalb
er den Midas mit Eselsohren straft. Diesen
musikalischen Wettstreit hat J. S. Bach in
seiner weltlichen Kantate "Der Streit
zwischen Phoebus und Pan" (BWV 201 -
Geschwinde, ihr wirbelnden Winde) vertont.
Die besondere Liebe des Pan galt der Mondgöttin
Selene.
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