PAN

ÖSTERREICH
UM 1740

MUSCHEL - SANDSTEIN

HÖHE 156 CM

Zur Abstammung des Pan gibt es mehrere mythologische Versionen.
Nach der bekanntesten war Pan ein Sohn des Hermes und der Eichennymphe Dryops. Als seine Mutter nach der Geburt feststellte, dass ihr Sohn Ziegenfüße, -hörner und einen Bart hatte, war sie so erschrocken, dass sie ihn aussetzte. Er wurde von Hermes in den Olymp gebracht. Nach anderen Quellen war Pan ein Sohn des Zeus und der Kallisto bzw. des Zeus und der Nymphe Hybris. Nach einer weiteren Erzählung ist Pan ein Sohn des Kronos und der Amaltheia, also ein Halbbruder des Zeus. Die Amaltheia war zugleich die Amme des Zeus. Die Legende der Panflöte: Pan verfolgte liebestrunken die Nymphe Syrinx, welche aber vor ihm floh. Ihre Flucht endete jäh am Fluss Ladon, wo sie sich plötzlich in ein Schilfrohr verwandelte, das Pan daraufhin umarmte. Als nun der Wind in das Rohr blies kamen klagende Töne hervor. Pan wollte die Klänge nicht verlieren, also brach er aus dem Schilfrohr sieben Teile, eines immer etwas kürzer als das vorherige, und band sie zusammen. So erfand er die Hirtenflöte und benannte sie nach der Verwandelten. In Ovids Metamorphosen wird die Geschichte vom musikalischen Wettstreit zwischen Pan und Apollon berichtet. Richter war der Berggott Tmolos. Dieser erklärte Apollon zum Sieger, die Leier stehe über der Flöte. König Midas, der das Spiel des Pan zufällig hört, ist mit dem Urteil nicht einverstanden. Apollon ist deshalb gekränkt, weshalb er den Midas mit Eselsohren straft. Diesen musikalischen Wettstreit hat J. S. Bach in seiner weltlichen Kantate "Der Streit zwischen Phoebus und Pan" (BWV 201 - Geschwinde, ihr wirbelnden Winde) vertont. Die besondere Liebe des Pan galt der Mondgöttin Selene.