HANS ZATZKA
1859 - 1945

"MUTTERGLÜCK"

SIGNIERT

ÖL/LEINWAND 124 x 90 CM

Hans Zatzka (ursprünglich Johann Franz Cacka., ) * 8. März 1859 in Wien-Breitensee; +17. Dezember 1945 ebenda, war ein österreichischer Maler. Er war der Bruder des Architekten Ludwig Zatzka und ist der Urgroßonkel der Wiener Schauspielerin Hilde Sochor. Von 1877 bis 1882 besuchte Zatzka die Akademie der bildenden Kunst in Wien und studierte bei Christian Griepenkerl, Karl Wurzinger und Carl von Blaas. Er wurde 1880 mit der Goldenen Fügermedaille ausgezeichnet. Nach Studienaufenthalten in Italien arbeitete er als freier akademischer Kunstmaler im Stil der Nachfolge Hans Makarts in Wien. Zatzkas Pseudonym P. Ronsard ist vom Namen des französischen Liebeslyrikers Pierre de Ronsard, dem Führer des Dichterkreises der "Pléiade" im 16. Jahrhundert entlehnt.
Zatzka malte stets ohne Skizzen frei auf die Leinwand. Modell standen seine erste Frau, die 1912 an einem Herzinfarkt verstarb, sowie seine beiden Töchter aus dieser Ehe (Martha Dolezel, 1899-1982 und ihre Schwester, *1883). Sein Sohn Fritz war ebenfalls Maler und Zeichner. Zatzka führte seine Maltätigkeit bis ins hohe Alter in seinem Haus in der Breitenseerstraße 4 fort. In seinem Todesjahr 1945 wurde ihm auf Anregung des Wiener Vizebürgermeisters Leopold Kunschak der Professorentitel verliehen. Zatzkas erster wichtiger öffentlicher Auftrag mit 26 Jahren war das Deckengemälde im Kurhaus Baden bei Wien (ein Quellnymphenbild). Er malte Deckenfresken in den Stiegenhäusern der repräsentativen Wohnbauten seines älteren Bruders Ludwig Zatzka, so z. B. im Haus Hietzing Am Platz 4 und Breitenseerstraße 8, dem Familiensitz in Breitensee sowie Bilder in dessen Alterssitz Villa Zatzka in Spital am Semmering in der Steiermark. Zatzka schuf zahlreiche Altar- und Wandbilder für Kirchen in Wien und Innsbruck sowie ein Votivbild im Seehospiz San Pellagio und für die Kirche in Olmütz. Zu Zatzkas hauptsächlichen Motiven zählen Madonnen- und Christusdarstellungen, Schutzengelbilder, Elfen, Amoretten, sinnliche Frauengestalten, Genreszenen, Allegorien und andere populäre Motive. Zatzka wandte sich auch mythologischen Stoffen und Szenen aus Opern von Richard Wagner zu. Er gilt als bahnbrechend im profanen Schlafzimmerbild. Um 1975 wurden Zatzkas Gemälde für etwa 5000 Mark verkauft; seitdem stiegen die Preise. 1980 brachten Zatzkas bereits über 10.000 Mark. Vor allem in den USA erfreuen sich seine Motive großer Beliebtheit. 2007 konnte man Werke von Zatzka in internationalen Galerien und Auktionshäusern bereits um 12.500 Pfund, 15.000-20.000 Dollar und sogar für 165.000 Dollar angeboten sehen. 2004 erschienen in Somalia Sonderbriefmarken mit vier Motiven von Zatzka-Bildern: Haremstänzerin, Nymphen, Frühlingsgöttin und Nachthimmel.