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Hans Zatzka
(ursprünglich Johann Franz Cacka., )
* 8. März 1859 in Wien-Breitensee; +17.
Dezember 1945 ebenda, war ein österreichischer
Maler. Er war der Bruder des Architekten Ludwig
Zatzka und ist der Urgroßonkel der Wiener
Schauspielerin Hilde Sochor. Von 1877 bis
1882 besuchte Zatzka die Akademie der bildenden
Kunst in Wien und studierte bei Christian
Griepenkerl, Karl Wurzinger und Carl von Blaas.
Er wurde 1880 mit der Goldenen Fügermedaille
ausgezeichnet. Nach Studienaufenthalten in
Italien arbeitete er als freier akademischer
Kunstmaler im Stil der Nachfolge Hans Makarts
in Wien. Zatzkas Pseudonym P. Ronsard ist
vom Namen des französischen Liebeslyrikers
Pierre de Ronsard, dem Führer des Dichterkreises
der "Pléiade" im 16. Jahrhundert
entlehnt.
Zatzka malte stets ohne Skizzen frei auf die
Leinwand. Modell standen seine erste Frau,
die 1912 an einem Herzinfarkt verstarb, sowie
seine beiden Töchter aus dieser Ehe (Martha
Dolezel, 1899-1982 und ihre Schwester, *1883).
Sein Sohn Fritz war ebenfalls Maler und Zeichner.
Zatzka führte seine Maltätigkeit
bis ins hohe Alter in seinem Haus in der Breitenseerstraße
4 fort. In seinem Todesjahr 1945 wurde ihm
auf Anregung des Wiener Vizebürgermeisters
Leopold Kunschak der Professorentitel verliehen.
Zatzkas erster wichtiger öffentlicher
Auftrag mit 26 Jahren war das Deckengemälde
im Kurhaus Baden bei Wien (ein Quellnymphenbild).
Er malte Deckenfresken in den Stiegenhäusern
der repräsentativen Wohnbauten seines
älteren Bruders Ludwig Zatzka, so z.
B. im Haus Hietzing Am Platz 4 und Breitenseerstraße
8, dem Familiensitz in Breitensee sowie Bilder
in dessen Alterssitz Villa Zatzka in Spital
am Semmering in der Steiermark. Zatzka schuf
zahlreiche Altar- und Wandbilder für
Kirchen in Wien und Innsbruck sowie ein Votivbild
im Seehospiz San Pellagio und für die
Kirche in Olmütz. Zu Zatzkas hauptsächlichen
Motiven zählen Madonnen- und Christusdarstellungen,
Schutzengelbilder, Elfen, Amoretten, sinnliche
Frauengestalten, Genreszenen, Allegorien und
andere populäre Motive. Zatzka wandte
sich auch mythologischen Stoffen und Szenen
aus Opern von Richard Wagner zu. Er gilt als
bahnbrechend im profanen Schlafzimmerbild.
Um 1975 wurden Zatzkas
Gemälde für etwa 5000 Mark verkauft;
seitdem stiegen die Preise. 1980 brachten
Zatzkas bereits über 10.000 Mark. Vor
allem in den USA erfreuen sich seine Motive
großer Beliebtheit. 2007 konnte man
Werke von Zatzka in internationalen Galerien
und Auktionshäusern bereits um 12.500
Pfund, 15.000-20.000 Dollar und sogar für
165.000 Dollar angeboten sehen. 2004 erschienen
in Somalia Sonderbriefmarken mit vier Motiven
von Zatzka-Bildern: Haremstänzerin, Nymphen,
Frühlingsgöttin und Nachthimmel.
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