WERKSTATT DES
FRANZ WERNER VON TAMM
1658 - 1724

„BLUMENSTILLLEBEN“

ÖL/LEINWAND 75 x 56 cm

Franz Werner von Tamm genannt „Daprait oder Dapper“(* 1658 in Hamburg; † 1725 in Wien) war ein deutscher Maler der Barockzeit mit religiösen Motiven, Jagdszenen, Porträts, Landschaften mit Figuren, Stillleben mit Blumen/ Früchten/ spielenden Puttis. Von Tamm studierte unter Dietrich von Sosten und Hans Pfeiffer. Er ging 1685 nach Rom und setzte seine Studien fort und blieb 10 Jahre. Sein Stil entwickelte sich sehr stark nach dem Werk von Mario Nuzzi der 1673 gestorben war. Während dieses Aufenthalts heiratete er die Tochter eines Augsburger Goldschmieds; und es ist bekannt, dass er in Kontakt mit Carlo Maratta (Maratti) und Caspar van Wittel (Vanvitelli) trat. Er bagann sein Schaffen mit historischen Gemälden und Porträts, dann spezialisierte er sich auf Stillleben mit Blumen und Früchten vor landschaftlichem Hintergrund. Er malte auch Blumengirlanden für Carlo Maratta (so wie A. Brueghel); bekannt ist eine Supraporte im Louvre, Paris. 1695 wurde von Tamm nach Wien berufen um als Hofmaler für Leopold I. zu arbeiten. Er wurde der führende Vertreter der Stilllebenmalerei (Blumen, Früchte, Tiere) mit großem Einfluss auf das 18. Jahrhundert. Auch der Fürst von Liechtenstein entdeckte seine herrlichen Gemälde und erteilte von Tamm zahlreiche Auträge. In der Sammlung des Liechtenstein-Museum in Wien finden sich Bilder von Franz Werner von Tamm ebenso wie im östereichischen Barockmuseum im Belvedere. Seine Arbeiten wurden auch in einer sehr interessanten Kollektivausstellung über italienische Stillleben gezeigt. „Stille Welt“. Italienische Stillleben aus drei Jahrhunderten, in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München 2003. Arbeiten in Museen und Galerien: Dresden; Gotha; Hamburg; Milan; Rome; wien etc. Das hier vorliegende Gemälde stammt aus der Zeit von 1707 – 1720. vergleichbare, signierte und datierte Werke von Tamms finden sich in der Landesgalerie Graz 1707 und in der Kunsthalle Hamburg 1725.