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Graf Pietro
Antonio Rotari (* 30. September 1707 in Verona;
31. August 1762 in Sankt Petersburg)
war ein italienischer Maler, Hofmaler in Sankt
Petersburg. Später war er vor allem für
Portraitgemälde bekannt. Rotari wurde
in Verona als Sohn einer vornehmen adligen
Familie geboren (er hatte den Grafentitel)
und studierte zunächst Malerei nur zum
Zeitvertreib. Als sein Lehrer Antonio Balestra
(1666-1740) aber sein Talent erkannte, schlug
er eine Karriere als Maler ein. Er war bis
1725 bei Balestra und ging dann zwei Jahre
nach Venedig, wo er Gemälde von Tizian
und Paolo Veronese kopierte. Ab 1728 war er
in Rom bei Francesco Trevisani (1656-1746),
wo er sich unter anderem dem Studium der Antike
widmete. 1731 ging er nach Neapel zu Francesco
Solimena (1657-1747), wo er bis 1734 blieb.
Danach wohnte er wieder in Verona, wo er sich
in einem eigenen Studio und mit einer eigenen
Schule einen Ruf insbesondere als Maler religiöser
Gemälde schuf. Besonders bekannt waren
damals seine Verkündigung (L Annunciazione)
in Guastalla und seine Geburt der Jungfrau
in Padua, die Vier Märtyrer in Verona
(1745, Ospedale di S.Giacomo). Später
ging er über Wien (um 1751) nach Dresden
(1752 oder 1753), wo er ein begehrter Maler
am Hof des sächsischen Kurfürsten
und polnischen Königs August III war.
Nachdem er vergeblich versucht hatte, sich
bei Hof in Frankreich zu bewerben ging er
1756 nach Sankt Petersburg. Er wurde dort
Hofmaler, nachdem er mit dem Gemälde
der Zarin Elisabeth großen Erfolg hatte.
Auch bei Peter III und Katharina II war er
in Gunst - er portraitierte sie und sie kaufte
später seine Portraitserien, die menschliche
Leidenschaften darstellten (damit wurde er
schon in Dresden bekannt), und schmückte
damit einen Saal in Peterhof aus. Von Rotari
stammen auch Portraitreihen von Frauen, Kindern
und Männern aus dem russischen Volk und
zahlreiche weitere Portraits von Personen
der russischen Gesellschaft und des Hofes.
50 dieser Portraits von Frauen aus Russland
übergab die Zarin Elisabeth der russischen
Akademie der Künste und 360 waren im
Kabinett der Moden und Grazien in Peterhof,
und auch Katharina II kaufte weitere (sie
erwarb für 14.000 Rubel den größten
Teil von Rotaris Nachlass). Er malte auch
eine wenige große historische Gemälde
in Sankt Petersburg. 1762 wurde er nach Kurland
gesandt, um die Malereien in den Schlössern
von Mitau und Ruhental zu restaurieren. Er
starb im August 1762 in Sankt Petersburg an
einer verstopften Kolik, die er vergeblich
versucht hatte selbst zu behandeln. Er war
einer der Lehrer des russischen Portraitmalers
Fjodor Stepanowitsch Rokotow und von Alexei
Petrowitsch Antropow.
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