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Vincenzo Foppa
(* um 1427 in Bagnolo Mella; 1516 in
Brescia) war ein hochbedeutender, italienischer
Maler der Renaissance. Foppa war ein älterer
Zeitgenosse Leonardo da Vincis; geboren in
Bagnolo Mella, nahe Brescia in der Provinz
Venedig, übersiedelte er 1456 nach Pavia
südlich von Mailand. Dort wurde er bald
der Hofmaler der Sforza, der Herzöge
von Mailand und entwickelte sicht zum bedeutendsten
Maler der Lombardei. Er war der Gründer
der Mailänder Schule, die mit ihrem Farbgefühl
und ihrer Zurückhaltung die norditalienische
Kunst bestimmte. Gelegentlich auch Aufenthalte
in Genua und Savona. 1489/90 Rückkehr
nach Brescia. Foppas Frühwerk zeigt den
Einfluß von Jacopo Bellini. Sein Stil
zeigt Nähe zu Andrea del Castagno und
Carlo Crivelli. Vasari glaubt in seinen Aufzeichnungen
an einen Aufenthalt in Padua wo er den gleichaltrigen
Andrea Mantegna getroffen haben muss der zu
dieser Zeit die Hauptrichtung der damaligen
italienischen Malerei repräsentierte.
Bereits zu Lebzeiten war Foppa höchst
anerkannt. Seine Arbeit inkludiert unter anderen
das Fresko in der Galerie Brera in Mailand
und das Fresko in der Portinari Kapelle, ebenfalls
Mailand. Für die Academia Carrara in
Bergamo gestaltete er eine Kreuzigung. Die
meisten seiner Werke sind aber verschollen
oder nicht erhalten. Unser Gemälde Foppas
stammt aus der Zeit um 1463/65; eine kunsthistorisch
hochinteressante Entdeckung. Das Werk diente
einem anonymen Künstler (wahrscheinlich
aus Foppas Werkstatt) als Vorlage für
die Wiederholung unseres Gemäldes. Die
Ausführung dürfte um 1480 erfolgt
sein und befindet sich heute in der Sammlung
des Museo Civici del Castello Sforzesco. Siehe
Maria Grazia Balzarini, FOPPA, Milano 1997,
Seite 52, Abb. 4. Wir möchten Hr. Professor
Dr. Mauro Lucco, Universität Bologna
für die kunsthistorische Bearbeitung
und die Erstellung der umfangreichen Expertise
danken.
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