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Bellotti, Pietro,
Maler, geb. 1627 in Volzano (riviera di salo),
+ 1700 in Gargano am Gardasee. Bellotti
war Schüler des Francesco Ferrabosco
in Venedig. Der junge Künstler exzellierte
in der Durchbildung im Kleinen (in isfilare
ogni capello, lanzi), wobei er sich
streng und fast peinlich genau an die Natur
hielt, was ihn indes zu einem der beliebtesten
Bildnismaler der Zeit machte. In der selben
Weise waren seine Halbfiguren aus dem Volks-
und dem geistigen Leben gehalten. Mit einem
Anflug von Karikatur. In seinen Bildnissen
wusste er die Härte und Trockenheit,
welche seiner Behandlung der Details anhaftete,
durch ein harmonisch gedämpftes Kolorit
bei tiefem helldunkel zu mildern, das zugleich
seinen Figuren ein wirksames Relief gab. Er
gelangte bald zu einer vornehmen Kundschaft,
sogar an auswertigen H öfen. Der Kardinal
Mazarin, der Kardinalbischof Ottoboni von
Brescia (später Papst Alexander VIII.),
die Prinzessin Henriette Adelheid, Gemahlin
des Kurfürsten Maximilian II. von Bayern,
waren seine Gönner. Am Hofe des letzteren
zu München war er sechs Monate hindurch
beschäftigt, von dem Herzog reichlich
besoldet. Zuletzt wurde er von Herzog Ferdinand
als Vorstand seiner sämtlichen Kunstsammlungen
mit festem Gehalt nach Mantua gezogen. Wie
Professor Anelli, der das Gemälde nach
einem Foto als ein sehr schönes Werk
Bellottis anerkannte, in seiner Monograpie
zeigt, ist der Künstler in den großen
europäischen Sammlungen gut vertreten.
Von London über Venedig, Wien, Madrid,
München, Stuttgart Braunschweig bis St.
Petersburg. Von seinen Arbeiten findet man
im Museo Civico in Venedig das Brustbild einer
alten Frau und ähnliche Bilder im Museo
del Prado in Madrid und in der Stuttgarter
Galerie. Die Sammlung im Schloß
Pommersfelden besitzt eine zweite Fassung
der alten Philosophie, abgebildet
im Werksverzeichnis von Luciano Anelli unter
Kat. Nr. 258 vecchia filosofa piegata
su un libro
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