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Gabriele Bella,
1730 1799 Venezia, war ein bedeutender
venezianischer Maler von Veduten, Festen und
öffentlichen Anlässen. Tätig
in der Mitte des 18. Jahrhunderts war er wie
Guardi und Canaletto ein Hauptdarsteller des
venezianischen Lebens seiner Zeit; der Volksfeste
und Karnevale. Er verstand es vorzüglich
die Bewegung einer erregten Volksmenge bei
öffentlichen Schaustellungen und Regatten,
bei Festen und Umzügen, malerisch wiederzugeben.
Bella malte Athletenkämpfe und Stiergefechte,
außergewöhnliche Ereignisse wie
das Schlittschuhlaufen auf der fest zugefrorenen
Lagune, öffentliche Lustbarkeiten wie
diejenigen bei der Geburt des polnischen Thronfolgers
und beim Triumpheinzug des venezianischen
Patriarchen. Durch besonders reizvolle Lebendigkeit
der malerischen Komposition haben sich Bellas
Darstellungen der Karnevalsfeier am Gründonnerstag
auf der Piazza San Marco oder der Corso san
Pietro di Castello ausgezeichnet. Das vorliegende
Gemälde vereint sowohl den Einzug eines
Würdenträgers (der Doge zieht mit
seinem Gefolge in den Palast des Patriarchen
ein) als auch die Regata a San Pietro di Castello.
Sehr schön vergleichbar mit dem Gemälde
in der Sammlung Querini, Venezia Lit. Catalogo
della Pinacoteca della Fondazione Querini
Stampalia, Vicemza 1979 R. Pallucchini, La
piitura nel Veneto, Il Settecento, Tomo II,
Milano 1995, pp. 363 - 364 A. Zorzi, Giochi
veneziani nelle tele di Gabriel Bella in F.M.R.,
n. 11, 1983, pp. 82 - 89 B. Marazzotto Tamassia.
Gabriel Bella e le sue vedute con costumi
della città di Venezia, in Arte Veneta
ist.
Die Insel San Pietro di Castello, ursprünglich
Olivolo, liegt am östlichen Ende der
Stadt Venedig in der Nähe des Arsenals
im Sestiere Castello. Der Palast des Patriarchen
von Venedig befand sich neben der Kirche.
Mit der Einnahme Venedigs durch Napoleon im
Jahr 1797 endete die Republik Venedig und
die Reihe der Dogen. Erst jetzt, nach dem
Ende der napoleonischen Wirren, in deren Verlauf
der Patriarchenpalast zur Kaserne geworden
war, wurde der Patriarchensitz von San Pietro
nach San Marco verlegt und die Grabeskirche
des Evangelisten zur Kathedrale. Als Erinnerung
an die jahrhundertelange Bedeutung von San
Pietro birgt die Kirche die angebliche Kathedra
des Apostels Petrus, die er in Antiochia,
vor seinem Wechsel nach Rom, innegehabt haben
soll. Der heutige Bau entstand im 17. Jahrhundert
und enthält einige bedeutende Gemälde.
Die Fassade wird Andrea Palladio zugeschrieben.
Als architektonische Besonderheit gilt, dass
der 1490 vom Architekten Mauro Codussi vollendete
Campanile der im 9. Jahrhundert begonnenen
Kirche von San Pietro der einzige in der Lagune
ist, der vollständig mit weißem
istrischen Marmor verkleidet wurde.
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