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Friedrich Ritter
von Amerling (* 14. April 1803 in Spittelberg;
14. Januar 1887 in Wien) war ein österreichischer
Maler. Neben Ferdinand Georg Waldmüller
ist Amerling einer der angesehensten Portraitmaler
des 19. Jahrhunderts.Friedrich Amerling war
der Sohn des Gold- und Silberdrahtziehers
Franz Amerling und dessen Frau Theresia Kargl.
Er studierte von 1815 bis 1824 an der Akademie
der bildenden Künste in Wien. Nachdem
er dort zunächst bei Josef Klieber die
Graveurschule besucht hatte, wechselte er
in die Klasse für "Historische Zeichnungsgründe"
bei Hubert Maurer und Karl Gsellhofer. 1824
ging Amerling nach Prag zu seinem Onkel Heinrich
und studierte an der dortigen Akademie als
Schüler von Joseph Bergler dem Jüngeren
bis 1826 weiter. 1827 und 1828 verbrachte
er in London, wo er vom Portraitmaler Thomas
Lawrence beeinflusst wurde. Weitere Reisen
führten ihn nach Paris, wo er bei Horace
Vernet arbeitete, und Rom, ehe er - seit 1828
wieder zurück in Wien - Aufträge
des österreichischen Kaiserhauses, des
Adels und Bürgertums ausführte.
1829 erhielt er den Reichel-Preis der Akademie
in Wien. Amerling unternahm Zeit seines Lebens
ausgedehnte Reisen: 1836 und 1838 nach Italien,
1838 in die Niederlande, 1839 nach München,
1840-43 nach Rom, 1882 nach Spanien, 1883
nach England, 1884 nach Griechenland, 1885
nach Skandinavien bis zum Nordkap und 1886
nach Ägypten und Palästina. Amerling
war viermal verheiratet: 1832 bis zu deren
Tod 1843 mit Antonie Kaltenthaler, 1844 bis
zur Scheidung 1845 mit Katharina Heißler,
1857 bis zu deren Tod 1880 mit Emilie Heinrich,
und 1881 mit Maria Nemetschke, ehemals verheiratete
Paterno. 1878 wurde Amerling in den Adelsstand
erhoben und hieß seither Friedrich Ritter
von Amerling. Als einer der angesehensten
Künstler Wiens empfing er zahlreiche
wichtige Literaten und Musiker (wie Franz
Liszt) bei sich zu Hause. 1858 erwarb Amerling
das Schloss Gumpendorf in Wien und stattete
es nach seinem Geschmack mit wertvollen Kunstschätzen
aus. Das Gebäude wurde deshalb im Volksmund
auch Amerlingschlößl genannt. Auch
eine bedeutende Sammlung von Schmiedeeisenarbeiten
war im Besitz des Künstlers. Neben zahlreichen
anderen Ehrungen empfing er 1879 den Orden
der Eisernen Krone. Nach seinem Tode erhielt
er ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof
(Gruppe 14 A, Nummer 30), das von Johannes
Benk gestaltet wurde. Vom selben Künstler
stammt auch das Amerling-Denkmal im Wiener
Stadtpark aus dem Jahr 1902. 1887 wurde die
Amerlingstraße in Wien nach dem Maler
benannt. Das Amerlinghaus genannte Geburtshaus
des Künstlers ist seit 1978 ein Kultur-
und Kommunikationszentrum, in dem sich auch
das Bezirksmuseum Neubau befindet. 1948 brachte
die österreichische Post eine Sonderbriefmarke
aus Anlass des 60. Todestages von Friedrich
von Amerling heraus Amerling schuf über
1000 Werke, großteils Porträts.
Er war der beliebteste Porträtist des
Hochadels und des Großbürgertums
in der Zeit des Wiener Biedermeier; der Höhepunkt
seines Schaffens lag in der Zeit von 1830
bis 1850. Elegante Zeichnung, exotische Arrangements
und prächtige Farbigkeit zeichnen seine
Werke aus. Der Großteil seiner Gemälde
befindet sich in österreichischen Museen
und Sammlungen. Einen Sensationspreis von
1.50O.000 Euro erzielte am 15. Oktober 2008
im Auktionshaus Dorotheum das "Mädchen
mit Strohhut" aus dem Jahr 1835. Käufer
ist das Liechtenstein-Museum in Wien.
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